Informationen

Strittberg

Auf über 900 m Höhe im südlichen Hochschwarzwald liegt unser Bio-Bergbauernhof mit 8 ha Land. Wir bauen u.a. Dinkel, Roggen und Futter für unsere Kühe und Schwarzwaldziegen an. Das weitgehend nebelfreie bodentrockene Klima verhindert Schimmelpilze und andere Getreidekrankheiten.

Urdinkel Oberkulmer Rotkorn

Dinkel wächst traditionell in den Bergregionen Süddeutschlands und der Schweiz. Wir bauen nur die alte Sorte “Oberkulmer Rotkorn” an, eine Auslese einer alten Schweizer Landsorte. Auf unseren kargen sonnigen Böden ist Ertrag geringer als bei modernen Dinkelsorten, die oft mit Weizen gekreuzt sind und auch in Bioqualität, oft aus dem Ausland, angeboten werden. Achten Sie beim Getreidekauf daher auf einen deutschen Anbauverband und die Sortenangabe. Oberkulmer ist eine von zwei alten Dinkelsorten, die das Zertifikat Urdinkel in der Schweiz tragen dürfen.

Bio – Anbauqualität

Nur gesunder Boden kann gutes Getreide hervorbringen. Bio-Getreidequalität beginnt deshalb mit der Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit. Wir verzichten vollständig auf chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel und leicht lösliche Mineraldünger. Organische Düngung mit hofeigenem Rinder- und Ziegenmist fördern das Bodenleben und erhöhen den Humusgehalt. In der Fruchtfolge hat mehrjähriges Kleegras eine festen Platz und gibt dem Boden viel Zeit sich zu regenerieren. Harmonisch mit Nährstoffen versorgt, ist unser Getreide widerstandsfähiger gegen Pilzbefall und Schädlinge. Das Unkraut regulieren wir überhaupt nicht.

Aroma ist kein Zufall

dinkelacker

Reine Bergluft abseits von grossen Strassen, kein Nebel, wenig Bodenfeuchte und kalkarme Urgesteinsböden des Südschwarzwaldes bieten die Grundlage für das Gedeihen. Da wir “Unkraut” nicht beseitigen, wachsen auf unseren Äckern neben Wicken, Kamille und Kornblume noch viele andere Kräuter und Wildblumen. Diese werden im Mähdrescher intensiv mit dem Dinkel vermischt und geben einen Teil ihrer aromatischen Öle und Essenzen an den Dinkelspelz ab. Im Spelz wird das Korn bis zur Verarbeitung, dem Entspelzen und Mahlen, gelagert. Viel Zeit für Aromabildung. Da wir die Saatwicken nie 100% aus dem Dinkel herausreinigen können, werden sie zu einem sehr geringen Anteil mitvermahlen. In Urzeiten war die Wickenzugabe zum Mehl ein Gebot der Notzeiten. Die Wicke enthält unbedenklich geringe Mengen an Blausäure, die letztlich dem Dinkelmehl noch eine ganz feine Mandelnote verleiht.

dinkelgeiss

Dinkel , Wicke, Kamille….. Hmmmh, sehr lecker!

Zentrofan – schonend mahlen

Wir mahlen jede Woche frisch in unsere Zentrofan-Mühle. Die Zentrofan-Mühle nach Ing. Wilhelm Schulte ist eine Weiterentwicklung der althergebrachten Mahltechnik, wobei sich jedoch nicht mehr der Mahlstein, sondern das Mahlgut (=Getreide) bewegt. Die Zentrofan-Mühle besteht aus einem stillstehenden, zylindrischen Mahlstein aus Basaltlava. Das Mahlgut wird von oben in den Mittelpunkt eines Rotors eingeleitet, der zugleich Luft von unten ansaugt, die das Mahlgut an der rauen Innenfläche des Steinmantels spiralförmig von unten nach oben führt und so in Feinstteilchen auflöst. Das Arbeitsprinzip bewirkt eine staubfreie Vermahlung auch der Gewebeschichten des Getreidekorns. Das Ergebnis ist ein helles, lockeres Mehl. Auffallend ist der niedrige Wassergehalt, bedingt durch den hohen Trocknungseffekt der starken Belüftung während der Vermahlung. Die Haltbarkeit erhöht sich gegenüber konventionellem Vollkornmehl.